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03.12.2016

Schmerz ist Schwäche, die den Körper verlässt

Vor etwa zweieinhalb Wochen bin ich mit dem Rennrad gestürzt. Am Ende einer Unterführung im Norden von München, in einer Linkskurve. Fragte mich einer, ich würde antworten, dass ich nicht zu schnell gewesen bin. Doch offenbar schon, für die Verhältnisse an jenem Mittwoch morgen: den strömenden Regen. Wie in alten Action-Filmen verlangsamte sich die Wahrnehmung (oder ich stürzte wirklich sehr langsam) und ich zog den linken Arm nach oben, um den Sturz abzufangen.

Der Chirurg, mit dem ich zwei Stunden später über diesen Unfall sprach, schickte mich zum Röntgen und weil er sich unsicher war, schickte er mich weiter zum CT. Dreifach gebrochen, alles in allem glimpflich, jedoch ein Knochenstück, an dem die Sehen am Oberarm hängen, bereits nach oben verschoben. Eine Woche später ist klar, dass möglichst schnell operiert werden muss.

Wann ich das nächste Mal aufs Rad steigen kann, ist ungewiss. Ich habe nun Zeit genug, um mich über den Ersatz für jene Reifen zu informieren, in die ich das Vertrauen an jenem Mittwoch Morgen verloren habe. Ich bin zum ersten Mal seit zwei Jahren froh, diesen alten Rollentrainer zu haben. Wenn mein Kreislauf wieder belastbarer ist, werde ich wenigstens zu Hause wieder Radfahren können. Ohne Kurven, ohne Laub und ohne Reifen, denen ich nicht vertraue.

Über den Unfall und über mehr haben wir in unserer aktuellen Podcast-Folge gesprochen. Die Geschichte dauert etwa eine Stunde und beginnt bei Kapitelmarke 8.

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06.11.2016

Blumensommer und Taubenwinter

Für Espresso auf dem Balkon war es auch in Südtirol schon zu kalt; um von einstürzenden Altbauten getroffen zu werden, waren wir zu weit nördlich, das Wetter durchgängig sonnig und diese sieben Tage ein Trainingslager für meine Hüften und Beine. Zwei-, dreimal ertappte ich mich beim Gedanken, ob man diese immerfeuchten Holzlatten, aus deren Zwischenräumen dich der Abgrund der Klamm angähnt, statt am letzten Tag vor der Renovierung nicht besser am ersten Tag nach ebenjener betreten sollte.

Wie ich klein war, hat's mir einegstopft die Knödln,
hat's glauert mit dem Pracker in der Hand;
hat's mir auch umdraht schon den Magen,
es war ihr wurscht, sie hat mi gschlagen,
so lang, dass i schon angfangt hab zum Beten:
Lieb Jesukind, laß d'Oma doch verrecken.

Ich hatte zahlreiche Bücher dabei, die ich ebenso zahlreich ungelesen zurückgetragen habe nach dieser Woche. Gelesen habe ich trotzdem zwei Bücher, aber viel wichtiger war die Nacht an Allerheiligen im Auto vom Schwimmbad in Brixen nach Hause an den See, an dem wir lebten. Während von der Rückbank ein schweres Atmen und leise Seufzer nach vorn drangen und das wunderschöne Mädchen träumend in die Nacht schaute, spielte ein österreichischer Pop-Sender ein Lied Ludwig Hirschs.

Einmal hab ich's gfragt: "Wo ist der Opa?"
"Im Himmel auf an Wolkerl spielt er Geign."
Für Führer, Volk und Vaterland
erschossen, aufghängt und verbrannt,
auch das hat sie dem Adolf stets verziehn.
Er hat ihr ja das Mutterkreuz verliehn.

Ich drehte das Radio lauter, das wunderschöne Mädchen musste mir hin und wieder Übersetzen und drehte sich nach viereinhalb Minuten lachend um, dieses Lied kenne sie von früher, ihre Eltern hatten diese CD. Ich kenne noch immer recht wenig von ihm, aber zwei Lieder höre ich seitdem jeden Tag.

Oma, pfüadigott, mach's drüben besser,
mach keine Knödeln für die Engerln, sei so gut!
Tu nicht die Heiligen sekkiern, tu nicht den Opa denunziern;
und gehst zum Herrgott auf Besuch - ein guter Tip:
Omama, nimm's Mutterkreuz net mit!

Ich hatte keines der Bücher Thomas Bernhards dabei, doch nach vielen Jahren Abstinenz und unzähligen Manmüsstemals wird es glaube ich wirklich Zeit.

Es wird ja nicht besser.

– Ludwig Hirsch: Die Omama

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03.10.2016

15 kids in the backyard drinking wine

Ich habe den letzten Monaten etwas Wichtiges verloren: Das Nachdenken. Stattdessen habe ich das ein oder andere Projekt gestartet, mich aber nie hingesetzt, meinen Gedanken nachzuhängen. Ich bin Herumgelaufen, ich bin Herumgerannt, beinahe in "Keine Zeit" ertrunken und habe lange kein Lied zu Ende gehört.

Man hat mir irgendwann gesagt, ich würde vielleicht zu viel denken. Ich habe es ein halbes Jahr lang probiert, ich habe schöne Dinge erlebt und vielleicht ging es mir nie so gut wie gerade. Doch ich möchte nicht der sein auf der Flucht, ich möchte nicht in Belanglosigkeiten flüchten, weil ich keine Zeit habe, die Unterschiede zu erkennen.

Ich bin nicht mehr der, in den sie sich verliebte.
Vielleicht habe ich mich zum Guten verändert.
Ich bin nicht mehr der, mit dem ich gern mein Bett teilte.
Mit Sicherheit habe ich das, mir fällt einiges ein.
Ich habe viel gelernt und doch werde ich wahrscheinlich die nächsten Jahrzehnte noch versuchen, mich zu verstehen und wer ich bin.

Ich möchte wieder mehr schreiben,
ich möchte wieder ein Lied bis zum Ende ertragen.
Und wenn ich wieder mehr nachdenke,
kann ich auch wieder anfangen zu trinken.

You tell me stories of the sea
and the ones you left behind
and the ones we left behind

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09.08.2016

Sag, wenn's eng wird, kann ich bei Dir pennen?

Ich mag Regentage, an denen sich Wassertropfen auf den Pflanzen brechen oder – wenn wir Nordwind haben – der Regen gegen die großen Fensterfronten trommelt. Früher, in meiner alten WG, hatte ich ein Dachfenster, einfach verglast, das bei heftigem Regen großen Lärm verursachte. Das Fenster war genau über meiner Matratze und war seitlich angeschlagen: War es offen, ergab sich ein großer Spalt, durch den ich an dem Fensterrahmen (wenn man ihn so nennen mochte, es war ein altes Metallfenster) vorbei in den Himmel blicken und die Sterne beobachten konnte. Über die Jahre bin ich nicht selten aufgewacht, weil es mir nachts ins Gesicht regnete. Heute ist einer jener Tage.

Der Regen hat vor ein paar Minuten aufgehört und gibt den Blick auf den verhangenen Himmel frei. In meinem Arbeitszimmer kämpft die alte Bankierslampe Seite an Seite mit dem spärlichen Licht, das von draußen hereinfällt: Heute Mittag rief die Kinderkrippe an, jetzt liegt das wunderschöne Kind im Bett, mit roten Wangen, in den Schlaf getrommelt von einer Garnison Regenwolken, und träumt. Ab und an zucken dabei seine Lider.

Und ich? Am Schreibtisch, auf der Couch in zu kurzer Jogginghose, eingelaufen während der ersten Wäsche, und in bunten Socken, die gestern eine Apple-Store-Mitarbeiterin in ihrem unifarbenen blauen T-Shirt sichtlich verwirrten.
Uniform sieht scheiße aus.
All Colors Are Beautiful.

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21.06.2016

Man weiß ja immer erst, was man hatte…

Als ich T. kennenlernte, war ich beinahe 15 Jahre jünger als jetzt und lebte in Marburg. Dass ich T. überhaupt kennenlernte und sie eine meiner wichtigsten Bezugspersonen werden sollte, habe ich G. zu verdanken, den ich selten spreche und sehr oft vermisse. Vor wenigen Wochen habe ich geträumt, wir seien zusammen gezogen.
Ich vermisse sie beide.

T. verließ Marburg irgendwann vor mir und zog ein Stück in den Norden, in dem Sie immer noch lebt. Wenn sie von ihrer Arbeit erzählt, denke ich an ein kleines Blockhaus im Wald, an das wilde Gehölz eines Nationalparks und an Wildkatzen. Ich glaube, ich liege ganz nah an der Wahrheit. T. hat mir gestern Fotos gezeigt von ihrer kleinen Wohnung auf dem Land, für die sie soviel zahlt wie ein Münchner für eine Garage in hervorragender Lage. Aus jedem Möbelstück, aus jedem Detail ihrer Wohnung spricht jene, die ich aus Marburg noch kenne.

Ich fahre endlich wieder Zug,
trinke endlich wieder Bahn-Kaffee.
Ich habe das Gefühl, seit Jahren zu wenig nachzudenken
und weiß nicht, was am Erwachsensein so toll sein soll.
Ich müsste mal wieder raus – sicher in den Norden.
Zeit zu haben wäre toll.

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17.04.2016

Großstadtrevier

Man kann von hier oben die Polizeiautos hören. Im letzten Jahr, in der alten Wohnung, haben wir jede Nacht die Krankenwagen gehört. In den achten Stock, in dieses Zimmer zur Nordseite, dringen die Sirenen der Polizeiwagen, Richtung Stadt rasend, durch die alten Fenster herein. Diese Sirenen klingen schlimmer als jene der Krankentransporte.

Hier fühlt es sich großstädtischer an, genau wie im Einkaufszentrum zehn Minuten entfernt. Wenn ich das erzähle, lachen sie und führen aus: provinziell ist es, das Gegenteil einer Großstadt! Vielleicht reden wir aneinander vorbei, vielleicht verstehen sie nicht. Es ist mein Fernsehen, wenn ich hineinlaufe, es ist wie ein Stück im Theater, das ich nur so lange betreten kann, wie ich Distanz dazu wahre – ich darf mich nie daran gewöhnen.

Ich liebe den Blick in den Süden – bei gutem Wetter bis hinab in die Alpen! – wie ich den Blick in den Norden liebe auf die Gebäudereihe, hinter der die Großstadtautobahn die Sirenen in ihr Inneres leitet. Ich liebe die Stille dazwischen und die offenen Türen. Es fühlt sich alles richtig an. Und doch weiß ich nicht, wie lange wir bleiben. Es ist nicht für immer. Es ist für den Moment.

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23.02.2016

Lied vom Stempeln

Wenn ich morgens aus dem Hauptgebäude durch den kurzen unterirdischen Gang in den Nebentrakt gehe, dort im Treppenhaus in den ersten Stock hinaufsteige und meinen Chip vor das elektronische Türschloss halte, um die Bürotür zu öffnen, höre ich aus der Küche schräg gegenüber oft den Eierkocher und das regelmäßige typische Klacken, das entsteht, wenn man Käsescheiben schneidet und das Messer auf das Schneidbrettchen knallt. Der Kollege und ich nicken nur kurz, wenn ich hinübergehe, um den zweiten Kaffee des Tages in der Bialetti-Maschine zu machen. Zwischendurch kocht das Teewasser einer dritten Kollegin, manchmal wische ich die Brotkrümel von der Anrichte, wenn ich den Espressokocher säubere.

Mittags bin ich einer von vielen, die das Gebäude nicht verlassen, um die die Kantine des Max-Planck-Instituts hinüberzugehen. Viel zu selten nehme ich mir Essen von zu Hause mit ins Büro, in der Regel gehe ich gegen 11 Uhr hinüber in die Mathematik-Fakultät, um mein Mittagessen zu kaufen, das ich dann allein esse und doch zusammen mit den anderen Kollegen, jeder für sich in seinem Büro.

Nicht selten wird es gegen 18 Uhr noch einmal unruhig. Schneideräusche aus der Küche, ein vorgezogenes Abendessen vielleicht, ein letztes Obst vor dem Heimweg; jetzt hat es niemand mehr eilig. Was man im Büro isst, muss man zu Hause nicht essen.

Der perfide Grund für dieses Verhalten: Wir stempeln. Wir werden für Anwesenheit bezahlt; der großindustrielle Geist des neunzehnten Jahrhunderts weht durch die Flure. Es zählt nicht das Ergebnis, hier zählt der Luftverbrauch im Büro. Hätte ich keine Familie, ich würde auch in den Fluchten hinter der Stechuhr leben. Frühstück und Abendessen, wie die alleinstehenden Kollegen. Dafür wird man schließlich bezahlt. Hier zählt nicht das Erreichte, hier zählt nicht, ob man schneller gearbeitet hat oder mehr Dinge gemacht. Ich habe eine Familie. Ich mache Minusstunden.

Hier zählt nur die Differenz aus zwei Spalten in einer großen Tabelle – hier zählt jede einzelne Zeile.
Es macht mich wahnsinnig. Es verdirbt mir all das, was mir gefällt.

Manchmal arbeite ich Abends noch ein paar Stunden zu Haus. Dann trage ich Arbeitszeiten in die Tabelle ein, die niemand nachvollziehen, niemand kontrollieren kann. Das Stempeln ist lächerlich sinnlos, ein greller schmerzhafter Schwachsinn.
Es macht mich wahnsinnig. Trotz allem.
Vielleicht ist das gewollt.
Ich will das nicht. 

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18.01.2016

This will not last forever

2016.

Neuer Job.
Und wir haben gestern unsere Wohnung gekündigt.

Die Dinge, die mir Halt geben, sind keine Orte. Es gibt zweiundzwanzig Bereiche in meinem Leben, in denen ich mich fühle, als wäre ich fünfzehn. Und es gibt einen Bereich, in dem ich langsam erwachsen werde.

Das alles ist gut, nichts davon will ich ändern.

Es ist nur manchmal ärgerlich
dass ich so müde bin.

Tocotronic: Ich bin ganz sicher schonmal hier gewesen 

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31.12.2015

Ihr kommt ja doch wieder zurück

Als ich gerade in der Küche stand und mir ein Schokoladenbrot machte – und ich finde, ich esse viel zu selten Schokoladenbrot um Mitternacht – dachte ich an einen offenen Entwurf, den ich dieses Jahr noch veröffentlichen wollte zusammen mit den besten Wünschen für den Jahreswechsel. Beim Schmieren des zweiten Brots habe ich dann überlegt, ob ich etwas über Vorsätze schreiben sollte oder einen Ausblick geben, wie es hier weitergehen könnte. Ich schreibe normalerweise  selten über Technik, aber gerade hätte ich was auf dem Herzen… Dann habe ich mir gedacht, dass ich sowieso recht selten gebloggt habe im im letzten Jahr; sollte ich dazu was sagen?

Auf Facebook hat ein Freund eines Freundes angekündigt, nichts mehr zu schreiben, weil seine Frau meinte, er sei Facebook-süchtig. Er finde das auch und ziehe nun selber den Stecker. Ich kenne noch andere, die eine On-Off-Beziehung mit dem Sozialen Medien führen und auch ich selbst habe mich irgendwann von allen Netzwerken verabschiedet, um ein paar Monate später reumütig zu Kreuze zu kriechen und mich dort wieder zu registrieren. Denn wenn Du einmal das Licht gesehen, wenn Du einmal verstanden hast, was Soziale Netzwerke ermöglichen, kommst Du immer zurück.

Ich bin vielleicht altersmilde, auf jeden Fall deutlich entspannter seit damals. Ich selber funktioniere in Wellen, ich kenne die plötzliche auftretenden Bedürfnisse sehr gut, weiß aber auch, wie schnell sie sich wieder legen. Nur manchmal noch gewinne ich bei eBay schneller Auktionen als mein Bedürfnis zum Verschwinden benötigt. Nach all den Jahren kenne ich die Tendenz, die gut für mich ist, gerade auch, was Computer betrifft, das Netz und andere Menschen darin. Wenn ich überlege, was für Freunde mir fehlten, hätte es damals AOL nicht gegeben, hätte #tocotronic im IRCnet nie existiert, hätte mich die Sache mit den Blogs nicht erwischt; einige der wichtigsten Personen in meinem Leben wären nicht hier. Stattdessen säße ich wohl in einem Eigenheim im Neubaugebiet in der Nachbarschaft meiner Eltern. Irgendwie sowas.

Das Ding da draußen, dieses Internet, das ist die Zukunft!
Kommt gut nach 2016.

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13.12.2015

Leawiche Stuwwe

Ich habe mich heute morgen an eine Zeit in meinem Leben erinnert, in der ich morgens zu meinem Nachbarn ging, ihn oft aus dem Bett klingelte und er mir für die Minuten, die er im Bad brauchte, einen Kaffee servierte. Ich saß dann an den alten Doppelfenstern, die im Winter außen gefroren waren, und schaute den Eisblumen zu. Später gingen wir zu seinem Auto, das er üblicherweise an den alten Universitätsgebäuden abstellte, die noch heute die Physik beherbergen. Auf dem Weg zum Fachbereich Informatik kamen wir an einer Bäckerei vorbei, an der wir öfters anhielten wegen einem Brötchen und wegen Kaffee. Ich weiß noch, wie kalt der Nordwind war, bis wir in der Backstube standen. Heute morgen, im Kalten, um kurz vor 9 drüben allein in der Bäckerei hatte ich wieder dieses Gefühl, als die Kaffeemaschine vertraute Geräusche in den Raum schickte.

Das waren Zeiten! Ein bisschen heimelig ist es gerade, die Wohnung liegt still, nur nebenan blubbern die Kartoffeln auf dem Herd. Es läuft keine Musik und jeder, der laut sein könnte, schläft; die Nachbarwohnungen stehen leer, vielleicht, weil man bereits im Skiurlaub ist, vielleicht, weil man sowieso nur sporadisch hier übernachtet. Das köchelnde Wasser weckt die Romantik: Ich erinnere die Küche im alten Steinhaus am See, den alten Ofen, den man mit Holz anheizen muss und der die Küche in eine angenehme Wärme taucht, während vor der knarzenden Holztür der Flur in eisiger Kälte liegt in diesem ungeheizten Haus. Ein paar Minuten glaube ich ,,so möchte ich wohnen’’. Aber eben nur ein paar Minuten.

In diese Stille bricht die Musik vor mein inneres Ohr. Eine hessische Band, die es schon lang nicht mehr gibt, in hessischer Mundart. Ich würde – fände ich ihn – einen Link veröffentlichen, aber das Internet ist leer, wenn ich danach suche. Bis heute habe ich nicht herausbekommen, was ,,Leawiche Stuwwe’’ eigentlich sind; ich aber auch keinen der Alten gefragt. Es singt von der Atmosphäre in den alten Bauernhäusern, die aus den Wänden kriecht, wenn man still darin sitzt. Ruhig; allein; glücklich.
Und nebenan blubbern Kartoffeln. Es riecht ein bisschen wie früher.

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06.12.2015

Und um das alles zu begreifen/wird man was man furchtbar hasst, nämlich Cineast

Es ist mir mehrmals passiert, dass ich in ein Gespräch gekommen bin, in dem man sich über Filme unterhielt. Aber: Möchte jemand mit mir über Filme sprechen, werde ich wortkarg. Nicht, weil ich ausschließlich Verachtung übrig hätte für das Mainstreamkino, nicht weil ich die Werke nur eines Regisseurs akzeptiere und alles andere ignoriere, einzig aus dem Grund, weil ich beinahe nie Filme schaue und daher keine kenne. Zwar habe ich vor vielleicht drei Jahren mit dem wunderschönen Mädchen alle Woody-Allen-Filme geschaut, die iTunes vermietet hat, war seitdem allerdings beinahe nie wieder im Kino.

Im Rahmen solcher Gespräche kommt man erstaunlich oft auf Forrest Gump zu sprechen. Es sind seltsame Blicke, die mich treffen, wenn ich Verneine, diesen Film zu kennen.

J., ein alter Schulfreund, verbrachte seine 11. Klasse in den USA. Ich weiß den Zusammenhang nicht mehr, aber aus irgendeinem Grund blieb mir sein texanisch geprägtes »Life is like a box of chocolades« im Gedächtnis. Seit zwanzig Jahren denke ich an J., wenn mir dieser Satz in den Kopf kommt. Und das passiert hin und wieder. Öfters höre und lese ich an verschiedenen Stellen diese »Lauf, Forrest, lauf!«-Zitate, die sogar in meinem Kopf widerhallten, als ich eine Party in der kleinen Studentenstadt Hals über Kopf verließ. Einmal sah ich die Szene irgendwo, in der die Beinschienen des Jungen beim Laufen zersprangen. Ansonsten kenne ich nur das eine Bild mit dem Briefkopf von Apple.

Gestern Abend habe ich Forrest Gump zum ersten Mal gesehen. Ich ging davon aus, dass dieser Film eine Komödie sei. Ich weiß nicht, weshalb. Vielleicht, weil ich Komödien mag. Ich hatte mich also gefreut, als das wunderschöne Mädchen vorschlug, den Film doch endlich einmal zu schauen.

Eine Komödie war das nicht.
Doch immerhin: Es war ein sehr schöner Abend.

t: Tocotronic

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14.11.2015

Braunland

Heute Nacht wurden in Paris sehr viele Menschen ermordet. Noch gibt es niemanden, der sich zu den Anschlägen bekennt, doch wie es nun einmal die Sache der Sozialen Netzwerke ist, wird aber schon über die Konsequenzen diskutiert.

Was mich am meisten erschüttert: Jetzt ist der Terror da, der Terror, wegen dem unsere Ersteinrichtungen für Flüchtlinge aus allen Nähten platzen. In konservativen Kreisen ist man sich jedoch sicher, dass die Flüchtlinge nur deshalb ins Land kommen, weil sie mit ihren Smartphones schöne Alpenpanoramen fotografieren, vorzugsweise mit dem eigenen Haussee im Vordergrund und diese Bilder nach Hause schicken um zu sagen: »Kommt her, ich habe das Paradies gefunden.« Stattdessen wird spekuliert, wie diese Attentäter wohl ins Land gekommen sind.

Die Bauernschläue dahinter ist folgende: Die vollständige Netzüberwachung in Frankreich hat im Vorfeld nicht dazu geführt, diese Attentate zu verhindern. Da eine vollständige Überwachung Attentate jedoch verhindern würde, ist es wohl so, dass die Attentäter gar nicht vorher im Land gewesen sein können, sondern eingereist sind. Wahrscheinlich über die Routen, über die auch Flüchtlinge ins Land kommen. Wir müssen also alle Grenzen schließen! Das Perfide daran: Mit diesem Twist werden die Attentäter aus Frankreich mit den Flüchtlingen gleichgesetzt. Dies wird sich in den nächsten Tagen auch in der ein oder anderen öffentlichen Diskussion wiederfinden.

Bullshit. Die Flüchtlinge kommen nicht wegen der Berge und den Seen. Würden die gleichen Konservativen einmal mit den Flüchtlingen reden, statt gegen sie zu hetzen oder sich um die Belastbarkeit des eigenen Landes sorgen, würden sie vielleicht auch von den Nachrichten hören, die viele zusätzlich zu den Bergbildern nach Hause schicken: »Kommt nicht, der Weg ist gefährlich und unangenehm. Es ist anders, als alle erzählen!«

Und während sie immer mehr Menschen anzünden
bist du noch immer am Reden, am Differenzieren
man dürfte seine Werte jetzt nicht verlieren!
Dieser Wert im Klartext heisst: das Weiterleben vom großdeutschen Geist

Das ist keine Urlaubsfahrt hierher, schon gar nicht für junge Frauen, die wie die Männer in großer Zahl zu Hause aufbrechen, aber nie ankommen werden, weil sie unterwegs sprichwörtlich auf der Strecke bleiben. Die unschönen Details überlasse ich deiner Phantasie; es ist nicht meine Aufgabe, die Geschichte des wunderschönen  Mädchens zu erzählen, die in der Flüchtlingsbetreuung für Jugendliche arbeitet – vielleicht will sie sie gar nicht erzählen. Und das ist das Drama. Die Menschen, die helfen, haben keine Energie mehr, im Netz über ihre Erfahrung zu sprechen, während die Demagogen ununterbrochen schreiben.

Und jene der CSU machen ihrem Namen alle Ehre, sie verteidigen den deutschen Michel auf dem bayerischen Land. Grenzen schließen, Familiennachzug begrenzen oder besser noch: verhindern, komplett! In den Aufnahmelagern drehen die Jugendlichen durch, wenn über die Telefone die Nachricht kommt, dass ihre Mutter erschossen, der Vater in die Luft gesprengt oder der kleine Bruder zur Armee eingezogen wurde. Aber wo, frage ich sie, sollen die ganzen Flüchtlinge denn hin!? Doch bitte nicht unter die malerischen Zwiebeltürme der bayerischen Dorfkirchen! Das sind ja nicht einmal Christen!

Alle schauen sich hilflos um
und wissen nicht warum
und in welchen Löchern die Ratten lagen
die hier marschieren und losschlagen
doch sie lagen nicht in Löchern rum
oft sahn wir sie auf der Straße gehn
und sie grüßten dich mit gestrecktem Arm
Du hast eínfach weggesehn

So sind wir, der kleine Staat in der Mitte Europas, dem es wirtschaftlich so gut geht, weil er seine Waffen in Krisenregionen exportiert. Wir wundern uns, warum wir das Ziel der Flüchtlingsströme sind und haben Angst um unseren Besitz. So haben wir es eben gelernt: Wir, das sind die besseren.
Der deutsche Michel ist ein Einzelkind.

Wisst ihr noch, wie besonnen der Norwegische Ministerpräsident nach den Anschlägen auf Utøya reagiert hat? Ich habe große Sorge vor der Reaktion Mitteleuropas in den kommenden Tagen.

t: Slime - Schweineherbst

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07.11.2015

Vielleicht warst du niemals gemeint

Es gibt zahlreiche Gründe zu Bloggen, wie es zahlreiche Gründe gibt, sich vegetarisch oder vegan zu ernähren. Ich weiß nicht einmal, ob ich meine Gründe alle benennen könnte, würdest Du mich fragen.

Ich schreibe um zu vergessen.
Nur manchmal lese ich rückwärts und merke, dass mit ein paar Jahren Abstand viele Beiträge noch funktionieren. Die ganze »kryptische Scheiße« (But Alive) klingt nach langer Zeit wie Poesie.

Wenn ich auf den Knopf zum Veröffentlichen drücke, lade ich meine Gedanken ins Netz, konsequent, Braindump. Manchmal nicht ausformuliert, manchmal nicht zu Ende gedacht und nie mit strategischem Hintergrund. Ich bin nicht hier, um Kriege zu führen. Die Gedanken? Hauptsache weg. Wenn jemand mit mir über einen aktuellen Text reden möchte – vielleicht über meine Gründe, vielleicht über die Intension – dann bin ich in der Hälfte der Fälle genervt. Fire & Forget. Es steht hier, damit ich es los bin. Natürlich ist es verbunden mit meinem Namen, für alle sichtbar, und manchmal glaubt jemand, ich sei Rechenschaft schuldig. Vielleicht ist das nicht immer klug.

Selten trete ich wem auf den Schlips (ich bemühe mich jedenfalls darum). Einmal sagte mir ein Kollege an der Kaffeemaschine, er sei sauer, weil er sich im Blog falsch dargestellt fühle. Er war gar nicht dargestellt, er war nur der Ausgangspunkt der Entwicklung eines überspitzten Charakters. Er hat einen seiner Sätze erkannt, die zwei Tage zuvor fielen. Der Beißreflex war dann schneller als das Ende des Beitrags. Manchmal liest man das, was man will.

Beruhigt euch.

Gehe nicht auf alten Spuren
Beweine nicht was längst beweint
Lecke nicht die alten Wunden
Vielleicht warst du niemals gemeint

Peryton: Geh zu ihr/Überall

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Erzengel Rapha

Vor genau zwei Wochen stand ich im Olympiapark mit zwei Freunden am Rande der Strecke und feuerte Cyclocross-Fahrer an. Einige Fotos habe ich bereits in der Galerie auf dieser Webseite veröffentlicht.

Heute habe ich drüben im Radblog ein wenig darüber erzählt, wie dieser Samstag gewesen ist.

Die Kurzfassung davon lautet: Der Tag war toll, eBay ist furchtbar und ich bin jetzt pleite. Nächstes Jahr kann ich vielleicht/möglicherweise/umhimmelswillen aus einer anderen Perspektive berichten.

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31.10.2015

Wir müssen reden. Ich habe jemanden kennengelernt. [Update]

Als ich damals an der Universität gearbeitet und einen Großteil meiner Zeit in Forschungsprojekten verbracht habe, kam ich auch hin und wieder mit Arbeitsgruppen aus unterschiedlichen Instituten meines jetzigen Arbeitgebers in Kontakt. Ich wusste damals nicht, wie Institute der Fraunhofer-Gesellschaft funktionieren, ich habe nur als Resultat gesehen, dass wir als Universität nicht nur den Projektbeteiligten aus Unternehmen stets nachlaufen mussten (öffentlich geförderte Forschungsvorhaben besitzen in Firmen manchmal eine sehr geringe Priorität), sondern zeitweise auch den Fraunhofer-Kollegen. Warum das so war, habe ich damals nicht verstanden. Immerhin werben Fraunhofer-Institute doch auch damit, Forschungseinrichtungen zu sein.

Was ich selbst immer furchtbar fand und noch immer finde, ist die oft erfolglose Suche nach Informationen über eine Unternehmen im Vorfeld einer Bewerbung. Das war damals so, als Ernst & Young meine Gehaltsvorstellung wissen wollte und ich nicht herausgefunden habe, was man als Berufseinsteiger in der Branche verdient (es sind so knapp 50.000 Euro/Jahr). Wenn jemand mit dem Gedanken spielt, sich bei Fraunhofer zu bewerben und nicht genau weiß, was auf ihn zukommt: Ich kann nicht für jedes Institut sprechen, ich kann nur für die Insel der Glückseligkeit reden, auf der ich etwas länger als vier Jahre beschäftigt gewesen sein werde. Etwa ein Jahr nachdem ich bei AISEC angefangen habe, hat mich die Computerwoche gefragt, warum mir der Job, den ich dort mache, Spaß macht. Ich habe damals ein bisschen davon erzählt.
Falls jemand über die Suchbegriffe »Bewerbung« und »Fraunhofer« auf diese Seite kommt, kann ich vielleicht in diesem Text die ein oder andere Frage beantworten. Es würde mich freuen.

Drei Jahre nach dem Interview hat sich meine Sicht darauf nicht grundlegend verändert. Damals war es so, dass ich mir nach meiner Zeit an der Uni nicht vorstellen konnte, weiter in Academia zu arbeiten. Ich war dann kurz bei Ernst & Young, habe aber nach wenigen Wochen gemerkt, dass wir uns auseinander gelebt haben (manchmal geht so etwas schnell). Dann habe ich kurzfristig bei Fraunhofer AISEC hier in München angefangen. Aber ist es nicht so, dass Fraunhofer-Institute nicht Forschungseinrichtungen sind?

Nun.

Als Institut nehmen wir an sehr vielen öffentlich geförderten nationalen und internationalen Forschungsvorhaben teil. Diese Projekte sind wichtig, da bei Fraunhofer einige meiner Kollegen eine Promotion anstreben. Für die Durchführung von Forschungsarbeiten werden (zumindest in unserem Bereich IT-Security) Forschungsprojekte benötigt. Im Gegensatz zur Universität, an der ich etliche Zeit hatte, die ich in Forschungsprojekte investieren konnte, ist diese Zeit bei Fraunhofer knapper.

Viel Zeit verbringt man mit der Durchführung von Industrieprojekten. Diese sind für Fraunhofer insofern interessanter, als dass »Industriegeld« das bessere Geld ist, da Institute gewisse Kennzahlen erfüllen müssen: Etwa 30% der Institutseinnahmen müssen aus Industrieprojekten kommen. Dabei stehen IT(-Security)-Institute vor der Herausforderung, dass niemand für IT-Sicherheit bezahlen möchte, denn der Nutzen ist erst einmal nicht direkt messbar (diese Problematik wurde im aktuellen Choasradio auch kurz angeschnitten). Auf die Akquise und die Durchführung von Industrieprojekten wird also sehr viel Wert gelegt. Den Inhalt dieser Projekte machen jedoch – im Hinblick auf angestrebte Dissertationen – selten spannende Fragen aus, sondern in unserem Bereich Code-Audits, Schwachstellensuche, die Erarbeitung von Konzepten und das Verfassen von Gutachten.

Das alles hat für eine gewisse Zeit seinen Reiz, bringt aber die Dissertation nicht voran. Daher sind sowohl die Vorgesetzten als auch die betroffenen Kollegen interessiert daran, einen Teil der Arbeitszeit explizit für Forschungsprojekte frei zu halten. Manchmal gelingt das, in Phasen, in denen viele Industrieprojekte oder Deadlines anstehen oder in denen ein oder mehrere Kollegen das Institut verlassen, gelingt das eher nicht. In diesen müssen Universitäten dann uns Fraunhofer-Mitarbeitern hinterherrennen, da Forschungsprojekte (nicht persönlich sondern aus Institutssicht) nicht mehr so wichtig sind. Diese Position zwischen den Stühlen hat noch eine weitere perfide Auswirkung: Entwicklungen in den Instituten haben manchmal nicht die Innovationshöhe, die Entwicklungen von Uni-Mitarbeitern haben, die sich Vollzeit einem Thema widmen können. Das sind zwei der Gründe, warum Fraunhofer bei Universitäten einen eher durchwachsenen Ruf genießt (jedenfalls in meiner Wahrnehmung).

Von der anderen Seite gesehen ist Fraunhofer deutlich näher an der Forschung als viele Unternehmen. Gleichzeitig existiert eine gewisse Routine bei der Durchführung von Projekten zu bestimmten Themen. Auch wenn der Großteil der Mitarbeiter, die in Industrieprojekten eingesetzt werden, nur eine gewisse Zeit in Fraunhofer-Instituten arbeitet, gibt es gerade auf Ebene der Gruppen- und Bereichsleiter langjährige Mitarbeiter, die DOs und DONTs kennen sollten. Die Rekrutierung von Fraunhofer-Kollegen durch Unternehmen ist normal. Gleich anderen Unternehmensberatungen (eine Rolle, die Fraunhofer in gewisser Weise spielt) kommt man als Mitarbeiter mit sehr vielen Unternehmen in Kontakt, deren Türen für den persönlichen nächsten Schritt offen stehen, wenn man gut ist. Ich habe sehr oft ehemalige Fraunhofer-Mitarbeiter in großen Unternehmen getroffen, über die schließlich auch Projekte beauftragt werden.

Ich selbst habe die mehr als vier Jahre an unserem Institut genossen, allein schon wegen der Kollegen und unserer Institutsleitung. Ich bin froh, das ausprobiert zu haben; viele Projekte fand ich sehr positiv, weil die Auftraggeber offen waren und unterstützend: Das war selten ein Gegeneinander, viel häufiger zog man gemeinsam an einem Strang. Doch während der vier Jahre wurde mir auch klar, dass ein Job in dieser Branche paranoid machen kann oder wahnsinnig. Wahnsinnig in der Form, dass man immer wieder Details findet, die einen fragen lassen, warum sich die Welt überhaupt bitte noch dreht.  Paranoid, weil es im Kollegenkreis den ein oder anderen gibt, der alles Neue ablehnt und Angst hat vor allem. So möchte ich niemals werden.

Im oben erwähnten Chaosradio sagte Frank, dass das Bedürfnis, irgendetwas mit Orchideen oder Holz zu machen, nirgends so verbreitet ist, wie im Bereich der IT-Security. Diesen Schluss und daraus die Konsequenzen habe ich nun gezogen.

Nichts mit Orchideen werde ich machen und nichts mit Holz, aber auch nichts mehr mit IT-Sicherheit.
In Academia werde ich bleiben.

Nachtrag am Sonntag: Dieser Beitrag spiegelt hoffentlich meine generelle Tendenz bezüglich Fraunhofer als Arbeitgeber wider: Den Arbeitsvertrag würde ich genau wie vor vier Jahren wieder unterschreiben. Neben den oben erwähnten Spannungsfeldern bietet Fraunhofer das, was man gemeinhin anderen Unternehmensberatungen nachsagt: Einblick in viele unterschiedliche Firmen und eine Vielzahl unterschiedlicher Projekte. Natürlich setzt man irgendwann selbst seinen Schwerpunkt auf etwas, das einen interessiert. Manche Kollegen kümmern sich seit Jahren um die Sicherheit von Smartphones, andere schreiben Betriebssysteme oder bauen Hardware. So lange Industrieprojekte in diesen Bereichen anstehen, kann man sich selbst die Nische suchen, in der man sich austoben möchte. Wenn es jedoch keine Projekte im eigenen Schwerpunkt gibt, muss man natürlich in anderen Projekten und Bereichen aushelfen: das erweitert das eigene Wissen sehr, weil man auch mit Fragestellungen in Kontakt kommt, um die man sich sonst aus freien Stücken wahrscheinlich nie kümmern würde. In genau dieser Situation befand ich mich in den letzten Jahren. Nun möchte ich wieder zurück zum Cloud Computing und zu verteilten Systemen. Allein das ist der Grund, warum meine Zeit bei Fraunhofer endet.

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fallenbeck.cno